“Kriegsecho in der Kinomusik”

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Seit der Begründung der ersten Film- und Kinofachzeitschriften um 1907 spielte die Musik zum Film bzw. die Musik im Kino im journalistischen Diskurs eine nicht zu unterschätzende Rolle. Neben umfangreichen Aufsätzen und zahlreichen Filmmusikbesprechungen zeugen speziell der Musik gewidmete Rubriken und Beiblätter von der hohen Aktualität dieses Themas – man denke beispielsweise an die Rubriken „Aus dem Reiche der Töne“, „Kino-Musik“ oder „Musikalische Rundschau“ des Kinematographen.

Der Vortrag möchte einen Einblick in den Filmjournalismus der 1910er-Jahre geben und dabei nachvollziehen, inwieweit der 1. Weltkrieg Auswirkungen auf die Debatte um die Filmmusik in deutschsprachigen Periodika hatte. Es stellt sich die Frage, welche Rolle der Musik im Kino nun zukam und ob ein Rückgang an musikbezogenen Artikeln für jene Jahre festgestellt werden kann. In welchem Verhältnis stehen filmmusikspezifische Aufsätze und jene Artikel, welche lediglich Randbemerkungen zur Filmmusik enthalten, zueinander?

Die Untersuchung wird folglich auch die Besprechungen der Weltkriegsfilme einschließen und der Frage nachgehen, wie eigentlich der Krieg selbst musikalisch illustriert wurde bzw. werden sollte – und ob dies überhaupt thematisiert wurde. Denn zwar entstand in den Kriegsjahren eine Fülle von „Kriegsfilmen“ im engeren wie auch im weitesten Sinne (das Spektrum reicht dabei von Dokumentationen, Wochenschauen und Kriegsanleihe-Werbefilmen bis hin zu den Krieg verarbeitenden Spielfilmen); nichtsdestotrotz scheint die Musik – insbesondere im Zusammenhang mit den nicht-fiktionalen Filmen – vernachlässigt worden zu sein. Stattdessen fokussieren sich die Aussagen auf die visuelle Ebene, also auf die Verbildlichung des Krieges. Dies ist insofern erstaunlich, als dass die Kriegsfilme nicht zuletzt wichtige Funktionen erfüllen sollten, wie die Stärkung des Patriotismus, Ablenkung und „Zerstreuung“ oder die Akquise von Kriegsanleihen. Erinnert sei auch an die Gründung von Bufa und Ufa im Jahre 1917 als Organe filmischer Propaganda. Die Vermutung liegt also nahe, dass man die Bedeutung der Musik für die Wirkung und den Erfolg eines Filmes – wie sie von Journalisten der 1920er-Jahre immer wieder hervorgehoben wird – zu dieser Zeit noch nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaße erkannt hat.

H. Engelke, „Kriegsecho in der Kinomusik“: Zur Rolle der Musik im filmjournalistischen Diskurs, Symposium „Der erste Weltkrieg in der musikwissenschaftlichen Forschung“, Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung, Universität Osnabrück, September 26, 2018.

Erasmus+ at the Rovigo Conservatory

From the 1st to 13th of October 2018, Dr. Francesco Finocchiaro exposed the FMJ research findings in the form of an Erasmus Teaching Mobility for students in composition at the “F. Venezze” Conservatory Rovigo.

Rosita or The found music

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Restored in 2017 by the MoMA of New York, Ernst Lubitsch’s film Rosita has been recently presented at the XXXII edition of “Il Cinema Ritrovato”, in Bologna, in a musical reconstruction edited by Gillian Anderson and performed by the Mitteleuropa Orchestra. The American composer and musicologist reconstructed Rosita‘s score on the basis of a 1923 cue sheet, drawn from the accompanying music by Louis Ferdinand Gottschalk.

Francesco Finocchiaro, Il Cinema ritrovato: Rosita di Ernst Lubitsch recupera le sue musiche, “Amadeus”, June 29, 2018

Silent Film Music in the Mirror of Criticism

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At the Open Day of the University of Vienna’s Department of Musicology, Francesco Finocchiaro talked about silent film music, dwelling on music literature for cinematic use, performative practices, and critical reception. The pianist Elena Minetti played rare mood music pieces drawn from the Sam Fox Moving Picture Music (1913-14) by John S. Zamecnik.

Filmharmonie. Original Music for Cinema

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Filmharmonie. Original Music for Cinema. Edited by Werner R. Heymann. Berlin: Rühle, 1927

In the publishing house Robert Rühle, Berlin, a new film music collection appears under the label “Filmharmonie”. The collection comprises thirty numbers, compositions by Huppertz, Künnecke, Porret, Rust, Becce and others. The publication is edited by Werner Richard Heymann.

Hans Erdmann. Reichsfilmblatt, September 24, 1927.